Die Seewasserkühlung von Schiffen ist auf sauberes Wasser angewiesen. Seewasser enthält häufig Quallen, Algen, Schlamm, Plastiktüten und kleine Schalentiere. Gelangen diese Verunreinigungen in den Wärmetauscher des Motors oder den Kondensator der Klimaanlage, verstopfen sie die Kühlkanäle. Verstopfungen können zu einem verringerten Kühlstrom, einem Anstieg der Motortemperatur und in schweren Fällen zu Geräteschäden führen. Der Seewasserfilter dient dazu, diese Verunreinigungen abzufangen, bevor das Seewasser in die Wasserpumpe gelangt. Er ist ein wichtiges Schutzbauteil zwischen dem Seeventil und der Seewasserpumpe.
Die drei im Folgenden vorgestellten Seewasserfilter aus Edelstahl 316 verfügen über unterschiedliche Ein- und Auslasssysteme: Standardausführung, seitlicher Einlass/Auslass und Bodeneinlass/Auslass. Anwender sollten das passende Modell anhand der Rohrgröße, des Platzes im Maschinenraum und der Wasserzufuhrmethode auswählen.
Schritt 1: Bestimmen Sie die Größe der Schnittstelle
Es wird empfohlen, einen Seewasserfilter mit größerem Durchmesser zu wählen. Beträgt der Motoranschluss beispielsweise 1,5 Zoll, kann ein 2-Zoll-Seewasserfilter ausgewählt und mithilfe eines Reduzierstücks angeschlossen werden. Hochwertige Seewasserfilter verfügen über eine größere Filterfläche und einen geringeren Wasserwiderstand, wodurch sich der Reinigungszyklus verdoppelt. Das Produkt bietet Anschlussgrößen von 1 bis 4 Zoll und deckt damit die Bedürfnisse der meisten kleinen Schiffe ab.
Schritt 2: Wählen Sie die Methode für den Wasserein- und -ausstieg entsprechend dem Kabinenraum.
Situation 1: Die vertikale Höhe überschreitet 300 Millimeter
Wählen Sie den Standardtyp. Der Filter ist zylindrisch und hat eine Höhe von 125 bis 355 Millimetern.
Situation 2: Die vertikale Höhe beträgt weniger als 200 Millimeter, und es ist seitlich Platz für die Montage vorhanden.
Wählen Sie den Typ „Seite-in, Seite-out“. Das Meerwasser strömt von einer Seite ein und fließt auf der anderen Seite wieder aus. Die Gesamthöhe des Filters beträgt weniger als 140 Millimeter.
Dieses Modell eignet sich für den Einbau auf Schiffen mit geringer Kabinenhöhe. Der Seewasserfilter kann seitlich an der Schottwand eingehängt werden, die Rohrleitung verläuft horizontal.
Bei der Installation sind zwei Punkte zu beachten: Erstens müssen Ein- und Auslassöffnungen waagerecht ausgerichtet sein, um eine ungleichmäßige Ansammlung von Ablagerungen im Sieb zu verhindern. Zweitens sollte die Öffnungsrichtung des Deckels so gestaltet sein, dass ausreichend Platz zum Arbeiten vorhanden ist. Es wird empfohlen, einen Abstand von einer Faustbreite einzuplanen.
Situation 3: Durch das Seeventil am Schiffsboden wird direkt Wasser eingeleitet, in der Hoffnung, dass sich die Verunreinigungen von selbst absetzen.
Wählen Sie die Ausführung mit Einlass von unten und Auslass von der Seite. Das Seewasser strömt von unten ein und fließt seitlich wieder aus. Der besondere Vorteil dieses Modells liegt darin, dass sich Sedimente am Boden des Seewasserfilters absetzen. Da das Seewasser von unten nach oben fließt, setzen sich die schwereren Verunreinigungen am Boden ab und verstopfen den Auslass seltener. Zur Reinigung schrauben Sie einfach die seitliche Abdeckung ab und spülen mit Frischwasser in umgekehrter Richtung durch den Auslass. Die Sedimente werden dann von unten abgeführt. Beachten Sie, dass der Seewasserfilter nicht zu tief unterhalb der Wasserlinie des Schiffes liegen sollte. Andernfalls kann es auch nach dem Schließen des Seeventils zu einem Saughebereffekt kommen, der die Wartungsarbeiten behindern kann.
Ein geeigneter Seewasserfilter kann, bei korrekter Installation und regelmäßiger Reinigung, eine Überhitzung des Motors und Schäden durch Verstopfungen durch Ablagerungen verhindern. Sollten Sie noch Fragen zur Modellauswahl oder zu den Einbaumaßen haben, kontaktieren Sie bitte unser Team, um Zeichnungen und weitere Informationen zu erhalten.
Veröffentlichungsdatum: 17. April 2026

